Meine Haut und ich

Oder: Wie alles begann…

Wie komme ich überhaupt zu leafygreens.de und worum geht es? Dies ist ein sehr persönlicher Beitrag. Es hat mich einige Überwindung gekostet, ihn zu schreiben.

Und auch die Bilder waren nicht einfach für mich. Aber ich denke, je offener ich darüber spreche, desto eher fühlen sich auch andere angesprochen und verstanden. Ob ihr es glaubt oder nicht, das Thema Neurodermitis ist noch immer kein Thema der Öffentlichkeit und ich bin schon oft in blöde Situationen gekommen oder wurde komisch angesehen. Aber genug davon, jetzt soll es darum gehen, was euch hier auf meinem Blog erwartet.

Schon seit ich denken kann leide ich an Neurodermitis. Mal belastet es mich weniger, mal mehr. Jeder von euch, der eine chronische Krankheit hat, oder andere Beschwerden, ob an der Haut oder woanders, der kennt das sicher. Mal geht es eben bergauf und dann fällt man wieder hin und will sich am liebsten einfach nur verkriechen. In letzter Zeit belastet es mich wieder ziemlich stark. Das nervt mich, denn ich will mich nicht einschränken lassen und mich schon gar nicht verkriechen! Und dann habe ich von der lektinfreien Ernährung gehört. Das war etwas ganz neues für mich und unheimlich spannend. Was kurz und knapp hinter der lektinfreien Ernährung steht, könnt ihr hier nachlesen. Und weil mich das Thema so unheimlich interessiert und ich es liebe, neues Dinge einfach mal auszuprobieren (denn wie sonst soll ich mir ein Bild davon machen können), habe ich beschlossen, genau das zu tun. Das ist sozusagen der letzte Strohhalm, an den ich mich klammere. Naja, das klingt vielleicht ein wenig dramatisch. Aber ich muss zugeben, ich setze schon große Hoffnungen hinein. Denn ich habe an Ernährung bisher schon einiges versucht (von anderen Therapien will ich an dieser Stelle gar nicht anfangen):

  • kein Weizen
  • keine Milchprodukte
  • vegan
  • Stoffwechselkur
  • Histaminfrei (ok, histaminarm)
  • ich war in der Kur
  • UV-Bestrahlung und Vitamin D helfen zwar, gerade im Winter, aber die Schübe kommen trotzdem wieder
  • naja und und und…

Nichts davon hat mich zu genüge überzeugt. Denn wie gesagt, ich will mich in meinem Leben auch nicht zu sehr einschränken. Oder zumindest nur dann, wenn es tatsächlich hilft. Vor allem: was dem Einen hilft, muss dem Anderen nicht helfen. Ihr kennt das sicher. Wir sind nunmal alle unterschiedlich. Und deswegen weiß ich auch nicht, ob die lektinfreie Ernährung mir hilft. Aber ich sage mir: im „schlimmsten“ Fall habe ich mich eine Zeit lang gesund ernährt und viele neue Rezepte kennen gelernt. Denn auf Zucker, zu viel Fleisch und Weizenprodukte und vor allem Fertigprodukte zu verzichten hat noch keinem geschadet. Ich ernähre mich tatsächlich schon ziemlich gesund, koche viel und ausgewogen, esse viel Gemüse und Obst und kaum bis nie Fertigprodukte. Aber der Döner hier, die Pizza da, ein oder zwei Bier und das Eis nach dem Essen kann ich doch nicht lassen. Will ich auch nicht. Zumindest bisher nicht. Ich will mich nämlich von meiner Haut nicht einschränken lassen. Vor allem nicht in meinem sozialen Leben. Dafür liebe ich Feiern und Wein viel zu sehr!

Aber ich bin nun an einem Punkt angekommen, an dem ich diese Einschränkung auf mich nehme, wenn denn dadurch meine Haut (dauerhaft) besser wird und ich die Neurodermits so in den Griff kriege. Was heißt in den Griff kriegen: in den Arsch treten will ich ihr! Denn ich will auch nicht bis an mein Lebensende Kortison verwenden und mit 50 aussehen wie eine 85-jährige runzlige Frau. Ich will trägerlose Kleider tragen und mich gut dabei fühlen, ich möchte im Winter meinen Lieblingmantel von meiner Oma aus Wolle tragen ohne mich zu Tode zu kratzen und ich will länger als 15 Sekunden duschen ohne, dass es brennt wie die Hölle. Und ich will nicht mehr 1000€ im Monat für teure Pflegecreme ausgeben. Ich will mein Geld lieber für andere Dinge ausgeben. Trägerlose Kleider zum Beispiel. Und für gesunde Lebensmittel (Kokosmehl, Miracle Noodles und Co sind auf die Dauer auch gut teuer). Ich muss sagen, es tut gut, dass mal auf diesem Wege los zu werden. Auch in der Hoffnung, auf „LeidensgenossInnen“ zu treffen. Denn ich weiß sehr wohl, dass ich nicht allein bin und es vor allem anderen auch noch sehr viel schlimmer ergeht als mir. Das weiß ich wohl und bin täglich dankbar, dass es mir trotz allem so gut geht! Aber manchmal fühlt man sich mit seinem Schmerz eben doch zentral und muss das auch ausleben können und mal „leiden“ dürfen. Dies soll eine Plattform sein, auf der genau das erlaubt und sogar gewünscht ist.

Denn in dem Moment, in dem ich das hier schreibe, ist mal wieder so ein Moment gekommen: meine Haut quält mich und tut weh und das nervt mich. So sehe ich gerade aus:

und so:

Aber zurück zu meinem neuen „Projekt“ lektinfreie Ernährung: ich werde zusammen mit meinem Freund die drei Phasen der lektinfreien Ernährung testen und damit auch viele neue Rezepte. Und ich werde sowohl die Rezepte als auch meinen Zustand – körperlich und seelisch – mit euch teilen. Unter gesund leben findet ihr immer wieder Wissenswertes zum Thema: Definitionen und Fakten, Erklärungen und Meinungen. Unter Rezepte findet ihr alle Rezepte in den unterschiedlichen Phasen nebst Zubereitungsschritten und meinen persönlichen Tipps dazu.

Das Experiment startet nächste Woche. Bis dahin nutze ich die Zeit und informiere mich noch ein wenig. Und stelle euch die drei Phasen vor, von denen ich oben gesprochen habe. Kommenden Samstag starten wir. Countdown läuft.

Ich drücke uns die Daumen!

Liebst, eure Larita

Ich finde heraus, ob ich mit einer gesunden Lebensweise meine Neurodermitis in den Griff bekomme. Gesunde Haut dank gesunder Ernährung? Lasst es uns rausfinden!

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4 comments

  • Thomas 23. Januar 2018   Reply →

    Hallo Larita,
    Ihre Seite ist sehr sympathisch gemacht. Traurig, daß die lektinfreie Ernährung nicht den erhofften Erfolg brachte. Kennen Sie schon DMSO? Also Hautpflegemittel für 1000€ pro Monat könnten mehr schaden als nützen. Die Pharmaindustrie kann keinerlei Interesse an Patienten haben, die wieder gesund werden. Gesundete Patienten sind der Tod der Pharmaindustrie. Deshalb ist DMSO so unbekannt und von der Pharmaindustrie so verteufelt, wie der Hitler in der Politik. Beides mit großem Erfolg, jedenfalls bei den Massen. Schenken Sie der veröffentlichen Meinung keinen Glauben. Glauben Sie nichts, was Sie nicht selbst überprüft haben oder nicht überprüfen konnten. Das gilt für die Politik ebenso wie im Gesundheitswesen. Es gibt wohl kein Mittel, daß Entzündungen im Körper erfolgreicher beseitigt als DMSO.
    Viele Grüße TK

    • Lara 4. Februar 2018   Reply →

      Vielen Dank, Thomas. Ich werde das Thema auf jeden Fall recherchieren. LG, Lara

  • Monika Harder 12. Juli 2018   Reply →

    Die heilende Kraft des Dankens,ein Buch über und von Angela Schäfer,einer jungen Frau mit extremster Neurodermitis,die durch Danken diese völlig überwand und heute restlos davon geheilt ist. Das Buch bekommt man sicherlich noch über den zweiten Hand Weg im Netz. Sehr sehr lesenswert. Zudem würde sich auch MMS lohnen. Und die Bücher von Karmadiagnostik von S.N. Lazarev,einige Artikel finden sich zu seiner Heilauffassung im Netz bei Zeitenschrift. Sehr heilsam und wirkungsvoll.

    • Lara 26. August 2018   Reply →

      Hallo Monika,
      vielen Dank für den Tipp. Ich habe mittlerweile große Besserung erfahren. Endlich! Nichtsdestotrotz werde ich den Buchtipp im Hinterkopf behalten, da ich seht an die Kraft der Gedanken und vor allem positiver Gedanken glaube!

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